Zum Inhalt springen
Dogacat Logo
Futter & Ernährung

Bestes Katzenfutter für Wohnungskatzen: Wie man es ohne Marketing auswählt

Wie man Futter für eine Wohnungskatze auswählt – Kalorien, vollständige Ernährung, Nass- vs. Trockenfutter und was nach dem Ignorieren der Verpackungsversprechen wirklich zählt.

Dogacat Editorial Team3 Min. LesezeitSo recherchieren wir unsere Ratgeber
Getigerte Wohnungskatze sitzt neben einem Keramik-Futternapf
Auf dieser Seite

Das Leben in der Wohnung verändert die Rechnung

Wohnungskatzen bewegen sich oft weniger als Freigängerkatzen. Zusätzliche Kalorien zeigen sich als Gewichtszunahme, was das Risiko für andere Gesundheitsprobleme erhöht. „Indoor“ auf einer Verpackung bedeutet meist eine Rezeptur mit angepasstem Kalorien- oder Fasergehalt – keine medizinische Diät. Die hilfreiche Frage ist, ob das Futter für die Lebensphase Ihrer Katze vollständig und ausgewogen ist und ob die Portionen zu der Katze vor Ihnen passen.

Worauf man auf dem Etikett achten sollte

  • Eine Angabe, dass das Futter vollständig und ausgewogen für die vorgesehene Lebensphase ist (Kätzchen, erwachsene Katze oder alle Lebensphasen, sofern geeignet).
  • Kalorien pro Tasse oder Dose, damit Sie portionieren können, statt aus Gewohnheit frei zu füttern.
  • Eine Fütterungsempfehlung als Ausgangspunkt, die dann an den Körperzustand angepasst wird.
  • Zutaten, die Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt besprechen können, wenn bei der Katze eine diagnostizierte Erkrankung vorliegt.

Nassfutter, Trockenfutter oder gemischt

Nassfutter liefert Wasser direkt mit der Mahlzeit, was manche Katzen brauchen. Trockenfutter ist praktisch und kann für Katzen funktionieren, die schlank bleiben und gut trinken. Viele Wohnungskatzen kommen mit einer gemischten Routine gut zurecht, solange die Gesamtkalorien nur einmal und nicht doppelt gezählt werden. Es gibt keine einzelne Textur, die für jede Wohnungskatze „am besten“ ist. Zahngesundheit ist durch Trockenfutter allein nicht garantiert; sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt über die Zähne, statt einer Form auf der Verpackung zu vertrauen.

Gewicht ist der erste Filter

Wenn Sie die Rippen nicht mit leichtem Druck fühlen können, ist die Portion wahrscheinlich zu hoch – oder die Katze bekommt zusätzlich Futter aus einer anderen Quelle. Indoor-Rezepturen enthalten manchmal zusätzlich Ballaststoffe, um das Sättigungsgefühl zu unterstützen, aber Ballaststoffe sind keine Erlaubnis zum Überfüttern. Leckerlis zählen mit. Wenn das Gewicht steigt, passen Sie zuerst die Portionen an, bevor Sie zum dritten Mal die Marke wechseln.

Wann „am besten“ eine veterinärmedizinische Diät bedeutet

Harnwegsprobleme, Nierenerkrankungen, Futtermittelallergien und Diabetes verändern die Empfehlung. Diese Katzen brauchen eine Tierärztin oder einen Tierarzt, nicht eine Rangliste von Supermarktmarken. Wenn Ihre Katze beim Urinieren presst, sich versteckt, wiederholt erbricht oder deutlich mehr trinkt und uriniert als sonst, sollten Sie nicht auf Futtertipps aus dem Internet setzen, sondern einen Termin vereinbaren.

Veränderungen in der Katzentoilette sind oft der erste Hinweis, dass etwas nicht stimmt. Geruch und Toilettengewohnheiten beeinflussen auch, ob Probleme früh auffallen – siehe wie man Katzenstreu zur Geruchskontrolle vergleicht. Für Hunde mit Verdauungsbeschwerden gilt dieselbe Regel „eine Änderung nach der anderen“ in unserem Ratgeber zu Hundefutter für empfindliche Mägen.

Wie man das Futter umstellt

Die Umstellung sollte über etwa eine Woche erfolgen, sofern Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt nichts anderes sagt. Mischen Sie dabei zunehmende Mengen des neuen Futters unter das alte. Ein abrupter Wechsel ist ein häufiger Grund für Erbrechen oder Durchfall, der dann fälschlicherweise der neuen Marke zugeschrieben wird. Führen Sie eine Woche lang Notizen: Appetit, Kot, Energie und mögliche Veränderungen in der Katzentoilette.

Häufige Fragen

Brauchen Wohnungskatzen eine spezielle Indoor-Rezeptur?

Nicht immer. Viele kommen mit einem gewöhnlichen, vollständigen Erwachsenenfutter gut zurecht, wenn die Portionen sie schlank halten. Als Indoor gekennzeichnete Futtersorten können helfen, wenn sie die Kalorienkontrolle erleichtern. Die Kennzeichnung ist keine Diagnose.

Ist Nassfutter besser für Wohnungskatzen?

Nassfutter erhöht die Wasseraufnahme, was manche Katzen brauchen. Es ist nicht automatisch gesünder als ein gut portioniertes, vollständiges Trockenfutter. Wählen Sie nach Gewicht, Flüssigkeitsaufnahme, Krankengeschichte und danach, was Ihre Katze tatsächlich frisst.

Wie viele Kalorien braucht eine Wohnungskatze?

Das hängt von Größe, Alter und davon ab, ob die Katze kastriert oder sterilisiert ist. Nutzen Sie die Fütterungsempfehlung als Startpunkt und passen Sie sie dann alle zwei Wochen anhand des Körperzustands an. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt kann einen Kalorienzielwert nennen, wenn Sie unsicher sind.

Sollte ich für eine Wohnungskatze getreidefrei füttern?

Getreidefrei ist eine Marketingkategorie, keine Standardanforderung für Wohnungskatzen. Die meisten Katzen brauchen das nicht. Wenn Sie ein Futterproblem vermuten, arbeiten Sie mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt zusammen, statt Zutaten nach dem Zufallsprinzip wegzulassen.

Mehr aus Futter & Ernährung